veröffentlicht am 18. Januar 2008 von Ansgar Bolle
Am 13.12.2007 beschloß der Rat der Stadt Düsseldorf mit den Stimmen von OB, CDU, FDP und Düsseldorfer Bündnis, einem Bürgerbegehren gegen den Verkauf eines Grundstückes (”Golzheimer Fiedhof”) nicht zu folgen und an einemVerkauf festzuhalten. Der Bürgerentscheid mußte gegen den Willen des OB per Gerichtsbeschluß durchgesetzt werden und findet am 17. Februar 2008 statt.
In einer Informationsschrift zur Stimmabgabe, die zusammen mit der Abstimungsbenachrichtigungskarte (was für ein Wort) verschickt wurde, offenbaren OB, CDU und FDP ein seltsames Verständnis von (kommunaler) Demokratie:
“Schließen Sie sich unseren Argumenten an und stimmen Sie beim Bürgerentscheid am 17. Februar 2008 mit “NEIN” oder bleiben der Abstimmung fern!” (Stimmempfehlung der CDU-Fraktion im Rat)
“Schließen Sie sich unseren Argumenten an. So erhalten Sie Arbeitsplätze, Sie erhalten die Kaufkraft im Viertel und Sie sanieren das Park-Denkmal Golzheimer Friedhof. Und das erreichen Sie einfach, indem Sie am Sonntag, den 17. Februar “NICHT WÄHLEN” gehen.” (Stimmempfehlung der FDP-Fraktion im Rat)
“Sie haben zwei Möglichkeiten, um im Interesse Düsseldorfs zu handeln. Stimmen Sie beim Bürgerentscheid am 17. Februar 2008 mit “NEIN” oder bleiben Sie der Abstimmung fern! (Stimmempfehlung des Oberbürgermeisters)
Nicht hingehen? Seine Meinung nicht äußern? Bürger haben nicht zu begehren? Jetzt aber erst recht! Leute, egal welche Meinung Ihr zu diesem Thema habt: GEHT AM 17. FEBRUAR WÄHLEN und tut etwas für die Stärkung der kommunalen Demokratie.
veröffentlicht am 6. Oktober 2007 von Ansgar Bolle
Die meisten Nachrichten in der Presse reißen einen heutzutage ja nicht unbedingt vom Hocke - oft sind die Headlines einfach stinklangweilig. Anders hier…
Man kann trefflich spekulieren, wie Stinktier und Salatschüssel zueinander gefunden haben (die ganze Geschichte hier). Auf jeden Fall sorgte diese Überschrift hier für ausgelassene Heiterkeit.
Das Viech in der Schüssel macht aber durchaus Sinn: Skunks lieben Salat :-)
P.S. Rezepte FÜR Skunks habe ich gefunden, Rezepte MIT Skunks leider nicht. Schade eigentlich, in der Schüssel war’s ja schon…
veröffentlicht am 29. August 2007 von Ansgar Bolle
„…sind spähbereit.” Allerdings dürfte sich unser Bundesinnenminister das sich wohl nicht so vorgestellt haben: Diese Trojaner spähen beim Bund…
Was wurde uns als Kindern immer eingetrichtert? Keine Süßigkeiten von fremden Onkels annehmen? Nicht jedem die Tür aufmachen, wenn Mutti mal nicht zu Hause ist? Keine alten Omis vom Nachttopf schubsen?
Wie - um alles in der Welt - kann es dann sein, daß Computer in verschiedenen Bundesministerien von der Gemeinen Chinesischen Daten-Motte befallen werden konnten? Haaallo BSI, jemand zu Hause?
Mich wundert nur, daß man sich zwar über vermutete Übeltäter aufregt, nicht aber über den sagenhaften Dilettantismus innerhalb der betroffenen Stellen.
Mein Rat: Leute, genießt mehr Äpfel. Die sind gesund und haben viel Vitamin C. Und sind das beste Mittel gegen alle Arten von Viren, Würmern oder alten Griechen. Meinen letzten Virus hatte ich vor ca. 6 Jahren - die Grippe…
veröffentlicht am 21. August 2007 von Ansgar Bolle
Vor whitewall.com nämlich. In der aktuellen Photographie 9/2007 wirbt die WhiteWall Avenso AG (”powered by LUMAS”) schon kräftig für einen neuen “Online-Kunstmarkt für Kreative, Sammler und Galeristen”.
“Beta Version online: Laden Sie jetzt ihre Bilder hoch und sichern sie sich einen prominenten Platz.”
Würde ich ja gerne, geht aber nicht: “coming soon”.
Nun ja, die Bank unter www.whitewall.com ist ja noch frei. Werd’ da mal Platz nehmen und abwarten…
Update 23.08.2007: Ich habe da noch eine interessante Diskussion in einem der XING-Foren entdeckt. Im März 2007 wurde dort die “Entwicklung eines Corporate Designs für WhiteWall.com - powered by LUMAS” ausgeschrieben und es entwickelte sich eine rege Diskussion um das leidige Thema “Vergütung für die Teilnahme an Pitches”. Interessanter Stoff. Und irgendwer hat dann auch noch einen Design-Vorschlag im Netz vergessen :-)
veröffentlicht am 21. August 2007 von Ansgar Bolle
Ich habe es vor einiger Zeit schon mal in der RP gelesen, es aber dann wohl irgendwie verdrängt: OB Erwins Pläne für eine historische Bimmelbahn im Hafen. Nun steht das Thema wieder an und endlich regt sich Widerstand…
Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Pläne verworfen, den Düsseldorfer Hafen über eine Straßenbahnstrecke via Hammer Strasse besser an das öffentliche Nahverkehrsnetz anzubinden. Begründung unter anderem: eine Bahnlinie entlang der Gehry-Gebäude würde das Bild derselben nachhaltig stören.
Aber Düsseldorf wäre nicht DüsselDORF, wenn man in der Verwaltung nicht noch irgendwo Alternativen herzaubern würde. Und das ist eine historische Bimmelbahn, die von der Kniebrücke am Rheinturm vorbei zwischen Landtag und WDR am Rande des Hafenbeckens bis an das Ende der Kaistraße verlaufen soll.
Eine Suuuuper-Idee. Dafür müßten nur weichen:
- die Grünflächen an der Marina hinter dem WDR
- die Gastronomie an der Kaistraße
- die (wirklich) historischen Hafenkräne
- all die Besucher des Hafens, denen das Betreten des Gleiskörpers verboten wird.
Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass irgendwer den Hafen nicht mag. Ich erinnere nur mal schnell an die traurige Geschichte der Affeninsel und die daraus resultierende Ödnis ehemals belebter urbaner Spaßbereiche.
Kosten grob geschätzt: mindestens 13. Mio. €. Aber auf Schätzungen sollte man sich in Düsseldorf nicht unbedingt verlassen. Ich erinnere da nur mal an: alte Paketpost, neues Stadion, neue alte Oper, die neue Wehrhahn-Linie…
Und mal ehrlich: eine historische Bahn ist piefig, spießig und paßt so gar nicht zum “Weltstadt-Flair” dieser Stadt. Aber überraschen kann mich eigentlich nix mehr - am letzten Wochenende bin ich fast von einer Party-Kutsche mit einer gröhlenden Hochzeitsgesellschaft überrollt worden. Im Hafen. War bestimmt ein Test für die neue alte Bahn. Die dann übrigens HINTER den Gehry-Gebäuden langführt und so das Bild anscheinend nicht mehr ganz so nachhaltig stört.
DüsselDORF eben…
veröffentlicht am 11. Juni 2007 von Ansgar Bolle
Die “Liste der bedrohten Tierarten” kennt wohl jeder. Aber wie sieht’s mit der “Liste der bedrohten Wörter” aus?
- Platz 1: Kleinod
- Platz 2: blümerant
- Platz 3: Dreikäsehoch
- Platz 4: Labsal
- Platz 5: bauchpinseln
- Platz 6: Augenstern
- Platz 7: fernmündlich
- Platz 8: Lichtspielhaus
- Platz 9: hold
- Platz 10: Schlüpfer
Quelle: http://www.bedrohte-woerter.de/wettbewerb/
Wir rufen hier offiziell die Aktion “Rettet die bedrohten Wörter” aus - laßt das “Kleinod” nicht sterben! Meuchelt nicht sinnlos den “Dreikäsehoch”! Und schreibt! Überlegt Euch Eure kleine Geschichte mit den zehn armen Wordopfern. Wir machen den Anfang:
Das Glück blieb ihr hold: Das Kleinod lag unbeschädigt zwischen all den schwarzen Schlüpfern mit den zarten Spitzenrändern. “Der Dreikäsehoch kann was erleben!” Ihr wurde ganz blümerant bei dem Gedanken an einen Abend mit ihrem Augenstern im dunklen Lichtspielhaus. Sie eilte in die Diele und verabredete sich fernmündlich. Der Kerl war wirklich eine Labsal für ihre Seele. Nur die ständige Bauchpinselei ging ihr wirklich auf den Zeiger…
So - und jetzt seid Ihr dran…
Nachtrag #1: In einem fernmündlichen Gespräch brachte mich gerade ein Südsachse (Danke Herr L. :-) auf eine Idee: Ich rufe den Wettbewerb “Das zu bedrohende Wort” ins Leben. Gibt es Worte, von denen Sie sagen “Jup, das Wort könnte aussterben…”? Tabu sind Anglizismen (z.B. das hier), Namen (z.B. “Lafontaine”) oder südsächsische Fachbegriffe. Vorschläge willkommen!
veröffentlicht am 4. Mai 2007 von Ansgar Bolle
Hey Gringos der Mono Systems GmbH, was ist passiert? Zu langsam gewesen und jetzt liegt Ihr röchelnd im Staub?
Erst die große Welle machen, Rabatte schlachten, viel versprechen und was passiert dann?
Ich habe mich schon mal mit Euch und Eurer - auch von mir eingesetzten - “Business”-Software kritisch auseinander gesetzt. Aber irgendwie wird alles nur noch schlimmer: Keine Spur mehr von der großspurigen Ankündigung “Revolver 7 kommt!”. Wurde klammheimlich von der Website entfernt. Nicht sehr heldenhaft!
Dabei würde es mich und mit Sicherheit alle anderen User von “Revolver Office” brennend interessieren, wie es mit unserer Office-Lösung denn nun weitergeht.
Diese katastrophale Kommunikationspolitik verschreckt Kunden - die sich bestimmt irgendwann den Staub aus dem Mantel schütteln, sich in den Sattel schwingen und von dannen traben.
Und dann kommen die Geier…
veröffentlicht am 15. März 2007 von Ansgar Bolle
…oder heißt es “das ewige Beta”? Das dürfte den genervten Anwendern der Business Software “Revolver Office” auch ziemlich egal sein. Nur blöd, daß ich einer davon bin…
Und das schon ziemlich lange. Genau seit dem 11.11.2002. Ich weiß nicht mehr so genau, welcher Narr mich damals geritten hat, aber ich bestellte die unter Mac OS X laufende “Business Software” “BizzCross”. Moment werden Sie sagen, “BizzCross”? Ich denke, die Software heißt “Revolver Office”. Heißt sie auch, hieß sie nur nicht immer: “BlueOffice”, “BizzCross”, “Mono Office” and finally (?) “RevolverOffice”. Nur voll in’s Schwarze trafen sie nie.
Man hatte nie das gute Gefühl, mit einer stabilen Software zu arbeiten, der Support war immer sehr bescheiden, versprochene Erweiterungen verschwanden still und heimlich von der Tagesordnung. Hinter dem eigentlich guten Konzept und der an sich sehr schick gestalteten Fassade werkelt eine völlig überlastete Engine, wichtige Funktionen fehlen, die Dokumentation macht leider die vielen Versionssprünge gar nicht mehr mit.
Mir graust es schon vor der schon laaaaaaaaange angekündigten Version 7 (”Revolver 7 kommt”) mit neu entwickelter Datenbank-Engine - ich würde sie ja gleich wieder vorsichtshalber mit einem kleinen “b” versehen.
Früher gab’s mal eine Roadmap, die Entwicklungsziele präsentierte. Pooof, verschwunden! Support? Oh ja, gibt’s noch - theoretisch. Vielleicht hilft es ja, wenn man den kostenpflichtig anbietet? Aha, schon geschehen.
Liebe Leute von der Mono Systems GmbH - nehmt euch mal ein halbes Jahr, schließt Euch irgendwo in einen Keller ein und macht Eurer Produkt mal richtig rund. Dann macht Ihr Urlaub und schreibt unter Palmen oder Pinien endlich mal ein brauchbares Handbuch.
Kriegt Ihr das nicht hin, stell’ ich Euch mein Beta-Testing Eurer Beta-Versionen irgendwann in Rechnung. Aber womit schreibe ich die dann?
Hat da jemand eine Idee?
veröffentlicht am 9. Februar 2007 von Ansgar Bolle
Was hat Richard Branson mit dem neuen VW Touareg zu tun? Sie machen mich reich. Vielleicht…
Düsseldorf ist ja auch eine der Städte, in der es viele Ehefrauen wohlhabender Männer gibt. Und die fahren alle große Autos (z.B. den hier, den auch und ganz oft den hier…). Diese großen Autos sind sehr praktisch in der Großstadt: allradgetriebengeländetauglich, viel Platz für die lieben Kleinen, zweitereiheparkkompatibel, feinstaubaffin und vor allem ein echter Hingucker. Für die Zicke von nebenan. Die hat nämlich einen Kleineren. Wagen.
Sie schlucken eine ganze Menge Sprit (die großen Autos natürlich) und blasen eine ganze Menge Kohlendioxid in die immer dünner werdende Luft. Das ist nicht nett! So gesehen sind reiche Ehefrauen massiv mitschuldig am rabiaten Klimawandel.
Damit nicht irgendwann ein Tornado die Zuchtrosen am Parkplatz des Golfclubs mit den vielen großen Autos davor schreddert, muß irgendwie dieses böse Kohlendioxid wieder aus der Luft.
Nur wie soll das gehen?
Richard Branson weiß das zwar auch nicht, aber er hat da einen Plan:
Virgin-Gründer Richard Branson legt Geld auf den Tisch: 25 Millionen US-Dollar für eine Idee, um überschüssige Treibhausgase aus der Luft zu filtern. Pate für den Wettbewerb steht US-Vizepräsident Al Gore.
Guter Plan. Ich hätt’ da direkt mal ein paar Ideen: Tempolimit, Fahrverbot für alle Autos mit zu hohem Feinstaub- bzw. Kohlendioxidausstoß, Citymaut für die oben verlinkten Autos und… hey, schenkt mehr Blumen und weniger große Autos.
Ach ja: komisch fand ich es schon, diesen und diesen Artikel zusammen bei SPON zu lesen.
Nachtrag #1: Lustig, auch der Djure hat sich diesem Thema gewidmet…
veröffentlicht am 9. Januar 2007 von Ansgar Bolle
Mein Fazit vorweg: Besser kann das Jahr (für den Jazzfan) eigentlich gar nicht starten. Die Wochen im Vorfeld ausverkaufte 21. Ausgabe des Internationalen Jazzfestivals Münster blieb dem Motto “In Erstaunen versetzen und bewegen” treu: erstaunlich, was man mit seinem Mund so alles anstellen kann (Felix “beatbox” Zenger, Michael “how to sample myself” Schiefel). Michael “sax on speed” Lewis (Fat Kid Wednesdays) demonstrierte dem Münsteraner Publikom eindrucksvoll wollbemützt in einer Synthese aus HB-Männchen und Rumpelstilzchen seine ganz eigene Interpretation des Festival-Mottos.
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