veröffentlicht am 26. Juli 2007 von Ansgar Bolle
“Soft Cell”? “Tainted Love”? Na, fällt der Groschen? Richtig Marc Almond war’s und der ist jetzt wieder zurück im Leben. Und das kann man wörtlich nehmen…
“Tainted Love” war wohl eine der größten Hymnen der Wave-Bewegung und erinnert mich immer an Pernod-Cola, den Abi-Stress und “Meetings” bei Freunden im Keller. Und daran, daß das alles schon über 20 Jahre her ist. “Soft Cell” hieß die Band und Marc Almond war der schräge Kopf dahinter.
Den hätte er bei einem schweren Unfall 2004 fast verloren. Nach tiefem Koma, innere Verletzungen mußte der gute Marc eine langwierige Reha auf seinem Weg zurück ins Leben über sich ergehen lassen. Umso gespannter wartete die Musikwelt auf ein ersten musikalisches Lebenszeichen.
Und was hat er für ein Zeichen gesetzt: “Stardom Road” ist gut, kennt man die Vorgeschichte, wird sogar ein tief berührendes Album daraus. Es ist ein Coveralbum, eine musikalische Reise zu seinen Wurzeln, Einflüssen und Inspirationsquellen. Glamourös, berührend und spaßig.
Anspieltipps: “I have lived”, “I closed my eyes an count to ten”, “Strangers in the night”.
veröffentlicht am 9. Januar 2007 von Ansgar Bolle
Mein Fazit vorweg: Besser kann das Jahr (für den Jazzfan) eigentlich gar nicht starten. Die Wochen im Vorfeld ausverkaufte 21. Ausgabe des Internationalen Jazzfestivals Münster blieb dem Motto “In Erstaunen versetzen und bewegen” treu: erstaunlich, was man mit seinem Mund so alles anstellen kann (Felix “beatbox” Zenger, Michael “how to sample myself” Schiefel). Michael “sax on speed” Lewis (Fat Kid Wednesdays) demonstrierte dem Münsteraner Publikom eindrucksvoll wollbemützt in einer Synthese aus HB-Männchen und Rumpelstilzchen seine ganz eigene Interpretation des Festival-Mottos.
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veröffentlicht am 17. November 2006 von Ansgar Bolle
…und zwar den richtigen. Den trüben, melancholischen und regnerischen. Das ist doch kein Wetter da draussen. Schon gar nicht für die neue Platte von Damien Rice. Damien wer?
Damien Rice ist der Singer/Songwriter, der einen meiner Alltime-favourite-Songs zauberte (“The Blowers’s Daughter”):
And so it is
Just like you said it would be
Life goes easy on me
Most of the time
And so it is
The shorter story
No love, no glory
No hero in her skies…
Übrigens aus einem meiner Alltime-favourite-Filme (”Hautnah”). Damien Rice gehört nicht gerade zu den Künstlern, die ständig in den Charts ganz vorne rumdümpeln - dafür macht er zu gute Musik :-)
Ich habe lange auf eine neue Platte warten müssen und war wirklich sehr gespannt, ob sie das anspruchsvolle Niveau des Erstlings (”O“, 2003) halten würde können. Wie das eben so ist mit der Zweiten.
Aber der Zweitling (”9“, 2006 - der Mann hat was gegen lange Albentitel) ist gelungen. Mit einer Ausnahme: “Me, My Yoke and I” klingt doch zu sehr nach Radiohead und riss mich doch glatt aus meiner seligen Grundstimmung beim Anlauschen.
The window’s open now and the winter settles in
We’ll call it Christmas when the adverts begin
I love your depression and I love your double chin
I love ‘most everything that you bring to this offering…
(The Animals were gone)
“9″ ist eine ganz klare Empfehlung - die richtige Musik für die richtigen Gefühle in einem RICHTIGEN Herbst (”Verflixt, da scheint doch schon wieder die Sonne draussen…”).
Weitere Anspieltipps:
- 9 Crimes
- Elephant
- Sleep Don’t Weep
Und nun alle zusammen: “ES WERDE HERBST!!!”
veröffentlicht am 16. November 2006 von Ansgar Bolle
Ich war schon gespannt darauf, was Fritz Schmücker - der künstlerische Leiter des Festivals - für die 2007er-Ausgabe des Festivals (5.-7. Januar 2007) ausgebrütet hat. Heute lüftete sich der Schleier über dem gut gehüteten Geheimniss.
Der Programmschwerpunkt weist 2007 nach Norden. Nach erfolgreichen Jahren mit vorwiegend südeuropäischen Stars der Szene gilt es nun Ensembles aus Schottland, Skandinavien und Nordamerika zu entdecken. Der künstlerische Leiter Fritz Schmücker ist seinem Programmkonzept treu geblieben, hat intensiv nach aktueller, kreativer Musik aus Europa und den USA Ausschau gehalten und eine spannende Mischung bekannter und weniger bekannter Topmusiker nach Münster eingeladen. Allein acht Deutschland-Premieren werden zu hören sein, darunter sogar eine Weltpremiere. An den drei Festivaltagen, von Freitag bis Sonntag, treten über 100 Musiker auf, insgesamt 20 Konzerte werden zu hören sein.
Quelle: Pressemeldung der Stadt Münster
Seit heute ist das Programm offiziell. Der Vorverkauf startet ab sofort, Karten sind wie immer in verschiedenen Kategorien zu bekommen. Die Erfahrung der letzten Jahre mahnt allerdings zur Eile: die Karten sind schnell weg.
Nachtrag: Nun gibts auch die offiziellen Banner zum Festival.
veröffentlicht am 29. Juli 2006 von Ansgar Bolle
Ob der angekündigte iPod-Konkurrent “zune” von Microsoft das Zeug zum iPod-Killer hat, sei mal dahingestellt. Erste Schatten wirft er allerdings schon…
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veröffentlicht am 19. Juli 2006 von Ansgar Bolle
…und der fliesst ja bekanntlich zur Zeit in Strömen. Da kommt die neue Compilation Mixed Tape Vol. 13 der Benz’olaner aus Sindelfingen gerade recht…
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veröffentlicht am 14. Mai 2006 von Ansgar Bolle
Wetter wird deutlich besser, plötzlich glaubt man wieder an ein Leben ausserhalb der eigenen vier Wände. Also los, Rechner schnappen, den nächsten Hotspot suchen und draussen arbeiten. Tja, das ist dann der Vorteil von uns Selbstständigen :-) Die passende Musik kommt pünktlich aus dem Netz: mercedes-benz.com bringt die 12. Ausgabe der “mixed tapes”.
Meine Anspieltipps:
Gleich das erste Stück ist ein kleines NuJazz Highlight: “The Brightness Of These Days” von Kyoto Jazz Massive. Irgendwie passend…
“Latin” mal etwas anders kommt von Bev Lee Harling: “Loneliness Café”, für mich eher wohl “Latin Jazz”, nette Stmme die Gute…
Huch, “Alternative” auf einer mt-collection?? Jup, The Royal We machen mich leicht melancholisch. Und dann kommen Sie noch aus Deutschland…
Kein Brit Pop, dafür Hip Hop (sorry, das musste jetzt sein :-) mit “The Simple Receipe” der französischen HipHop’er Breakplus & Ishfaq. Miles Davis meets HipHop…
Schöner Abschluss mit Dara Sepehri und “With You”. Bitte mal genauer hinhören, die Stimme ist der Hammer…
So, und jetzt muss ich raus an den Rhein (man, noch so’n nettes Wortspiel :-)
veröffentlicht am 29. April 2006 von Ansgar Bolle
Die etwas späte und wie immer sehr subjektive Musik-Auswahl im April ist diesmal etwas klassiklastig geraten. Muss an der Hochzeit liegen:-) iTunes-Links auf besonderen Wunsch von Djure Meinen.
La Bohème: La Commedia È Stupenda!…Quando M’en Vo
Berliner Philharmoniker, Chor Der Deutschen Oper Berlin, Elizabeth Harwood, Gianni Maffeo, Herbert von Karajan, Luciano Pavarotti, Michel Sénéchal, Mirella Freni, Nicolai Ghiaurov & Rolando Panerai, 1973
Ich durfte im letzten Jahr im Mai die grandiose Neuinszenierung von “La Bohème” in der Deutschen Oper in Berln sehen. War sensationell und diese Aufnahme von 1973 ist es ebenfalls.
Les pêcheurs de perles: No. 4 b): “Je crois entendre encore”
Academy of St. Martin in the Fields, Carlo Rizzi & Joseph Calleja
Der junge lyrische Tenor Joseph Calleja gefällt mir in “Je crois entendre encore” ziemlich gut und man schmilzt traurig dahin…
Thomas Hampson: American Dreamer - Songs of Stephen Foster
Bariton Thomas Hampson ist ein Phänomen. Relativ unbekannt, begnadete Stimme, sehr umfangreiches Repertoire: Klassik, Oper, Operette und eben alte amerikanische Volkslieder - geschrieben von Stephen Foster. “(..) discovers the music of Stephen Foster, America’s first popular songwriter. With his music, Foster captured the broad scope of the American landscpape during its turbulent formative years.”
Banda Citta Rubo Di Puglia: La Banda
Bandas waren früher in Italien sehr populär - viele Dörfer und Städte unterhielten eigene, aus Einwohnern gebildete Orchester. Spannend, lustig und mit erstklassigen Solisten besetzt erweckt Pino Minafra diese Tradition neu und verbindet sie mit Jazz. Grandioser Auftritt beim letzten Internationalen Jazzfestival in Münster.
Sofa Surfers: Good Day To Die
Nach langer Zeit mal wiederentdeckt, positiv überrascht und heute die Quoten-Rocker. Wer entspannten TripHop (Sofa Surfers, waren das nicht mal TripHop’er???) erwartet, sei gewarnt: der excellentes Bass treibt das Stück mächtig voran. Übrigens lohnt sich die ganze CD…
Viel Spaß beim Reinhören und ich würde mich über Feedbacks freuen…
veröffentlicht am 3. März 2006 von Ansgar Bolle
Bevor ich wieder darauf hingewiesen werde, weise ich lieber selber: Mercedes Benz bringt Vol. 11 der Compilation.
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veröffentlicht am 22. Februar 2006 von Ansgar Bolle
Arbeiten macht reich, aber nicht immer glücklich. Glücklich macht Musik, aber auch arm. Also macht Arbeiten doch glücklich? Meine ganz persönliche Auswahl von Happynizern…
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