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Weblog / Archive: Januar 2008


Archiv Januar 2008

Design. Klassiker?

veröffentlicht am 22. Januar 2008 von Ansgar Bolle

Apple’s Design ist retro. Alles schon mal dagewesen. Nachzulesen bei Gizmodo. Und ich hab’ dann noch was entdeckt…

Ich habe mich nämlich immer gefragt, woher ich den Taschenrechner in meinem iPhone kenne. Irgendwie kam mir das Design der kleinen Anwendung immer so seltsam vertraut vor. Jetzt weiß ich’s wieder:

calculator.jpg

Ach, ich liebe retro :-)

Technodrom
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Demokratie und keiner geht hin?

veröffentlicht am 18. Januar 2008 von Ansgar Bolle

Am 13.12.2007 beschloß der Rat der Stadt Düsseldorf mit den Stimmen von OB, CDU, FDP und Düsseldorfer Bündnis, einem Bürgerbegehren gegen den Verkauf eines Grundstückes (”Golzheimer Fiedhof”) nicht zu folgen und an einemVerkauf festzuhalten. Der Bürgerentscheid mußte gegen den Willen des OB per Gerichtsbeschluß durchgesetzt werden und findet am 17. Februar 2008 statt.

In einer Informationsschrift zur Stimmabgabe, die zusammen mit der Abstimungsbenachrichtigungskarte (was für ein Wort) verschickt wurde, offenbaren OB, CDU und FDP ein seltsames Verständnis von (kommunaler) Demokratie:

“Schließen Sie sich unseren Argumenten an und stimmen Sie beim Bürgerentscheid am 17. Februar 2008 mit “NEIN” oder bleiben der Abstimmung fern!” (Stimmempfehlung der CDU-Fraktion im Rat)

“Schließen Sie sich unseren Argumenten an. So erhalten Sie Arbeitsplätze, Sie erhalten die Kaufkraft im Viertel und Sie sanieren das Park-Denkmal Golzheimer Friedhof. Und das erreichen Sie einfach, indem Sie am Sonntag, den 17. Februar “NICHT WÄHLEN” gehen.” (Stimmempfehlung der FDP-Fraktion im Rat)

“Sie haben zwei Möglichkeiten, um im Interesse Düsseldorfs zu handeln. Stimmen Sie beim Bürgerentscheid am 17. Februar 2008 mit “NEIN” oder bleiben Sie der Abstimmung fern! (Stimmempfehlung des Oberbürgermeisters)

Nicht hingehen? Seine Meinung nicht äußern? Bürger haben nicht zu begehren? Jetzt aber erst recht! Leute, egal welche Meinung Ihr zu diesem Thema habt: GEHT AM 17. FEBRUAR WÄHLEN und tut etwas für die Stärkung der kommunalen Demokratie.

Was uns bewegt...
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Eine Verpflichtung zur sozialen Verantwortung

veröffentlicht am 18. Januar 2008 von Ansgar Bolle

“Unser Ziel ist ganz einfach - wir möchten, dass Nokia weiterhin ein interessantes Arbeitsumfeld bietet - und wir möchten zum Wohl der Gesellschaft, in der wir tätig sind, beitragen. Jeder Nokia Mitarbeiter entscheidet mit über Leistung und Reputation von Nokia in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Mitarbeiterbeziehungen, Corporate Community Involvement und Menschenrechte. Aus diesem Grund ist jeder Mitarbeiter für den Erfolg von Nokia wichtig, denn er hat Anteil an der Verantwortung für das soziale Engagement.”

Quelle: http://www.nokia.de/A4422054

no comment
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“nicht mehr cool das iPhone…”

veröffentlicht am 11. Januar 2008 von Ansgar Bolle

Bevor jetzt alle anfangen zu lästern “Hab’ ich doch gesagt, Schnickschnack das iPhone…”: ich bin nach wie vor ein sehr zufriedener Besitzer dieses kleinen Wunderwerks. Aber natürlich gibt es auch Ex-iPhone-Besitzer, Menschen, denen das Schicksal in dieser Beziehung übel mitgespielt hat. Zum Beispiel mein Freund D. aus M.

Ist ja cool, das iPhone.

Zuerst war ich begeistert von meinem neuen iPhone - elegant, schick, cool, toole Funktionen!
Nach der ersten Euphorie kam ich etwas ins Zögern: hhhmmm, Batterie ist ziemlich schnell alle - naja, hab ja viel damit herumgespielt, und allen Freunden und Geschäftskollegen stolz mein Super-Telefon vorgeführt.

Dabei hab ich immer kontrolliert, welche Seiten angesurft wurden - wollte mich nicht blamieren. Flash oder Java geht nämlich nicht. Auch die Tatsache, dass alle Fotos, die ich damit gemacht habe, in einem festen Ordner landen und dieser mittlerweile 200 Bilder von der Computermesse über den Weihnachtsspaziergang und dem gemütlichen Abend bei Wein und Pasta bunt gemischt werden, hat mich nicht sonderlich gestört, die kann ich sicher beim übertragen auf meinen PC separieren - ist ja cool, das iPhone!

MMS? Nein, das iPhone kann ja Bilder per mail versenden. Also MMS geht auch nicht, auch nicht empfangen, ist ja cool, das iPhone! Allerdings war ich schon nicht mehr so vergnügt, als ich meine emails einzeln löschen musste, ich hatte sicher 150 emails über die Ferien bekommen. Jede einzelne email muss manuell gelöscht werden. Die Funktion alle löschen, oder markieren fehlt. So hab ich mit Fingerkrämpfen die mails in den Papierkorb verschoben - oops, diese mail nicht in den Papierkorb, da ist sie, aber zurück in den Posteingang? - Geht nicht… ist ja cool, das iPhone.

Langsam machte ich mir Sorgen. iTunes hatte ich ja auf meinem PC installieren müssen, um das iPhone zum Laufen zu bringen. Ein Musikprogramm zur Verwaltung des Telefons? Meine Kreditkarte wollte Apple auch haben? Klar, mp3-Klingeltöne gehen ja nicht.

Jetzt ist es kaputt, die Lautstärke-Taste klemmt, Anruf bei T-Mobile, klar einschicken, Dauer 1-2 Wochen. Ersatz-iPhone - klar nein. “Bitte sichern Sie vorher Ihre Daten” - Klar, ja mach ich. T-Mobile gab mir noch netterweise die Telefonnummer des Apple-Callcenters. Selber hatten die keine Ahnung wie das geht.

Ich befasse mich kurz mit iTunes - der mitgelieferten Software für meinen PC. Was haben “Party-Jukebox”, “Fernsehsendungen” und “iTunes Store” mit einer Datensicherung zu tun. Ich rufe beim Apple-Callcenter an, um mit professioneller Hilfe die Daten zu sichern. Kurz: Ein Desaster. Nach genauer schrittweiser Anweisung durch den Callcenter-Profi wurden zuerst alle meine Kontakte komplett vom iPhone gelöscht (auch wiederholt im Nachinein nachvollziebar, das dumme iTunes synchronisiert ersteinmal das leere Windows-Adressbuch auf das iPhone!).

Sie sind unwiederbringlich verloren. Dann hat er schnell aufgelegt und war nicht wiederzufinden. Sein Kollege unterbreitete mir dann, dass ich die Kontakte, Termine, emails und Bilder nicht sichern könnte, SMS sowieso nicht. - nur synchronisieren, aber nur ab Office 2003 und Photoshop, und zuerst nur in Richtung iPhone. Wie bitte?

Für die Bilder hatte er doch noch eine Idee: Ich könnte sie mir ja selber mailen - einzeln, versteht sich, mann kann ja die Bilder nicht markieren - 200 Bilder!

iPhone zu verkaufen, voller Kinderkrankheiten, leicht kaputt - Ist nicht mehr cool das iPhone…

Dietrich v.Witzleben, München

… also ich, ich find’s nach wie vor cool!

Gastbeiträge, Technodrom
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Frank Zappa fährt Bahn

veröffentlicht am 8. Januar 2008 von Ansgar Bolle

Was machen vier Franzosen an einem Sonntag vormittag im Bord-Bistro eines IC’s in Richtung Norden? Richtig, sie sind unterwegs nach Münster und den Zappa hatten sie im Gepäck…

Da saßen sie also, parlierten en francais und ich dachte so bei mir “das müssen eigentlich Jazzer sein”. Ist wohl so eine Art optisches Vorurteil oder ein visuelles Etikett, welches ich bestimmten Menschen anpappe: Ich weiß nicht genau, was es ist, aber ich erkenne Musiker, Jazzer vor allem, an ihrem betont lockeren Auftreten. So lässig-léger, irgendwie süß-knautschig.

struber.jpgDie vier waren eigentlich neun, gehörten zu Bernard Struber’s Z’TETT, gingen mit mir in Münster von Bord und waren der erste Act beim diesjährigen Mini-Zwischen-den-Jahren-Festival “Jazz InBetween 2008″ im Großen Haus der Städtischen Bühnen Münster. Das wartete übrigens gleich mit zwei revolutionären Neuerungen auf: der rote Flügel - eigentlich schon fast ein Markenzeichen - war futsch (wieso eigentlich) und die Bühne hatte plötzlich Wölkchen.

Aber was hat das nun alles mit Frank Zappa zu tun? Berechtigte Frage! Zum einen hat Sie der Titel doch bestimmt aufmerksam gemacht und zum anderen hat es Frank Zappa dem gerade erwähnten Straßburger Struber und seinem Mitmusikanten mächtig angetan. In dem grandiosen Auftakt-Konzert des Abends verquirlten die Neun viele Zappa’sche Klangteilchen mit furiosem Jazz-Handwerk zu einer quicklebendigen Rock-Jazz-Melange - facettenreich, gekonnt, kreativ und zum mit-zappa’ln. Die Klamotten irgendwie so süß-knautschig - versteht sich. Jazzer eben…

biondini.jpgAuch Luciano Biondini ist somit ganz offensichtlich ein Jazz-Musiker. Aber was für einer: kommt auf die Bühne, sammelt sich kurz, schließt die Augen (die er - glaube ich - bis zum Ende seines Konzertes nicht wieder aufgemacht hat) und wirft ein Klang-Netz aus, in dem sich alle Zuhörer sofort verfangen. Nun klingt “Accordeon Solo” zunächst mal wenig spannend - braucht es dazu nicht Begleitung? Die Antwort lautet ganz klar “Nein”. Biondini haut in die Tasten, er umarmt seine Victoria zärtlich, entlockt ihr einen wahren Ton-Orkan, ein Universum der Töne. Improvisationen wechseln sich ab mit traditionellen Zitaten, kleine Ideen werden zu rasanten Variationen. Der Mann braucht kein Begleitorchester - der Mann IST ein Orchester. Und als er sein Konzert beendet hat, öffnet er die Augen und wartet ab, bis sein Publikum wieder zu Atem kommt. Ganz großes Kino.

neve.jpgKlassisch der Abschluß des Abends - im Hinblick auf die Besetzung. Das Jef Neve Trio aus Belgien (”Das sind Flamen…”) sind: ein Bassist, ein Schlagzeuger und der Kopf der Truppe, Jef Neve am Klavier. Und der versteht sein Handwerk. “Mal sehen, ob man den wirklich mit Esbjörn Svenson vergleichen kann…” raunte es neben mir. Keine Ahnung, ob dem so ist, aber wer ein voll besetztes Haus so vom Hocker reißt, kann eigentlich kein schlechter Tastenmann sein. Mal melodiös, mal romantisch improvisierend, saugt sich Neve in die Tasten und liefert meinen Höhepunkt des Abends.

Einen von dreien.

  • Bilder des Abends (bei Interesse bitte einfach eine Mail an bolle@multimediadesign schicken)
  • Google-Presseschau
  • Website des Internationalen Jazzfestivals Münster
  • Westfälische Nachrichten
  • derwesten.de
  • echo-muenster.de

Allgemein
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Wie schräg ist das denn?

veröffentlicht am 7. Januar 2008 von Ansgar Bolle

Es ist schon verwunderlich, was da so alles im SPAMkörbchen landet. Dieses Mal soll ich Fundraisern, erhalte dann als Honorar all das, was übrig bleibt, wenn man mehr als das Doppelte des eingesetzten Etats an Spendengeldern wieder reinholt. Alles klar?

Kann mir mal bitte jemand sagen, ob die das ernst meinen?

Sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsführung,

das GroßundMächtig-Team (Anm.: der richtige Name ist uns bekannt) gehört zu den führenden Anbietern an deutschen Grundschulen und macht Kinder sicher und stark, damit sie vor Gewaltverbrechen und Missbrauch geschützt sind und sicher aufwachsen. Es hilft aber auch, dem elterlichen Missbrauch und der Verwahrlosung der Kinder in Deutschland vorzubeugen. Ein von Polizeibeamten, Sozialpädagogen und Kindertherapeuten entwickeltes GroßundMächtig-Konzept wird den Kindern seit vielen Jahren mit hoher Fachkompetenz, Einfühlungsvermögen und Herz an Grundschulen im gesamten Bundesgebiet erfolgreich vermittelt. Die Bundesgeschäftsstelle hat einen großzügigen Spender gefunden, der einen sechsstelligen Betrag für eine Agentur vergeben möchte. Mit diesem Etat sollen weitere (Groß)Sponsoren, aber auch Spender für die Grundschulen in Deutschland gefunden werden. Es können alle Kommunikationskanäle wie TV, Radio, Internet, Plakataktionen, Anzeigen, Direktansprache und das Internet genutzt werden.

Der großzügige Spender hat nur eine kleine Bedingung daran geknüpft:

Voraussetzung für alle Maßnahmen, die eingeleitet werden, ist folgende: es muss mindestens ein zweifacher Betrag an Spenden-/Sponsorengeldern durch diese Maßnahmen erzielt werden. Sollte die durchführende Agentur durch die eingeleitete Maßnahme höhere Spenden-/ oder Sponsorensummen erhalten, so kann die Agentur für Ihre BESTLEISTUNG den Restbetrag erhalten oder auch für weitere Maßnahmen 2008, 2009 einsetzen.

Die eingenommen Spendengelder fließen direkt regionalen Grundschulen zu, damit noch mehr Kinder in Deutschland vor Gewalt und Missbrauch geschützt werden. Sollte sich Ihre Agentur in der Lage sehen, diese Zielsetzung umzusetzen und ebenfalls bereit sein, das Risiko bei Nichterfolg zu tragen, so freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E Mail (info@grossundmaechtig.de) oder telefonisch unter XXXX-XXXXXXX an XXXXX XXXXX.

Mit freundlichen Grüßen
GroßundMächtig-Team
X. XXXXX

Wir sind dann doch lieber so auf diesem Gebiet tätig…

SPAMkörbchen, seltsam
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